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Sonntag, Januar 17, 2021
Rezepte Wein Sauvignon Blanc

Sauvignon Blanc

Der Sauvignon Blanc, eine französische Edelrebart, zĂ€hlt neben dem Chardonnay zu den bedeutendsten Weißweinreben der Welt.

Der Sauvignon Blanc zĂ€hlt neben dem Chardonnay zu den bedeutendsten Weißweinreben der Welt. Dank seiner markanten Geschmacksvielfalt genießt er vielerorts hohe Beliebtheit und ist fester Bestandteil vieler Weinkulturen. Auch bekannt sind die weißen Trauben unter dem Namen Sauvignon Jaune, Blanc FumĂ© sowie in Deutschland als Muskat-Silvaner oder Feigentraube. Der Name geht auf das französische Wort sauvage fĂŒr wild zurĂŒck. Der Sauvignon Blanc ist eine natĂŒrliche Kreuzung aus den Rebsorten Traminer und Chenin Blanc.

Sauvignon Blanc – die französische Edelrebart

Sein Ursprung liegt vermutlich im SĂŒdwesten Frankreichs im Loire-Tal. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde er dort sowie in der Weingegend um Bordeaux kultiviert und sein Erfolg von dort in andere Teile der Welt getragen. Seit dem 18. Jahrhundert ist er auch in Chile und den USA, seit 1970 in Neuseeland populĂ€r. In Deutschland spielt der Sauvignon Blanc eine untergeordnete Rolle, nicht zuletzt, da der Anbau der Feindessorte von den Nationalsozialisten untersagt wurde. Verschiedene Spielarten und Mutationen des Sauvignon, etwa der RosĂ©, Noir, Jaune und Violet, sind bekannt.

An- und Ausbau der Edelrebe Sauvignon Blanc

In seinem Heimatland Frankreich wird der Sauvignon ĂŒberwiegend im SĂŒdwesten des Landes angebaut. BerĂŒhmt sind die Weine aus Sancerre und Puilly FumĂ© in der Region Loire sowie aus Bordeaux, Touraine, der Provence und Bourgogne. Etwa 28.000 Hektar RebflĂ€che sind hier mit den edlen weißen Trauben bestockt. Weltweit sind es etwa 180.000 Hektar Land. Neben Frankreich zĂ€hlen Kalifornien, Argentinien, Chile, Neuseeland, Australien und SĂŒdafrika zu wichtigen Herkunftsregionen. Gute europĂ€ische Weine stammen weiterhin aus der Steiermark in Österreich. In der Schweiz und Deutschland ist der Sauvignon weniger bedeutsam. Knapp 850 Hektar sind auf deutschem Boden, vor allem in der Pfalz, Rheinhessen und Baden mit der weißen Edelrebe bestockt. Die Rebsorte ist relativ anpassungsfĂ€hig hinsichtlich Klima- und Bodenbedingungen und bringt daher sowohl in kĂŒhleren, als auch wĂ€rmeren Anbaugebieten gute QualitĂ€ten hervor. Hochwertige Weine von besonderer Frische entstehen auf den armen, kalkhaltigen Böden, wie beispielsweise an der Loire. Hier sind die ErtrĂ€ge eher niedrig und die Trauben bei der Ernte meist noch nicht voll ausgereift.

Unter schwereren Bodenbedingungen und mehr WĂ€rme sind die ErtrĂ€ge höher und die Weine markant grĂŒn und krautig. Die Trauben sind zylinderförmig und dichtbeerig, die Beeren klein, lĂ€nglich und von weißgelb bis goldgelber FĂ€rbung wenn voll ausgereift. Sie sind sehr anfĂ€llig fĂŒr Botrytis- und anderen Pilzbefall, jedoch relativ widerstandsfĂ€hig gegen Falschen Mehltau. Aufgrund des spĂ€ten Austriebs ist sie unempfindlich fĂŒr SpĂ€tfröste im FrĂŒhjahr. Sie gilt als eine wuchsstarke Rebart, reift frĂŒh mit mittel spĂ€t und bringt in der Regel hohe ErtrĂ€ge. ZĂŒchtungen haben neue Spielarten, welche weniger anfĂ€llig fĂŒr Pilzkrankheiten sind und somit höhere ErtrĂ€ge sichern, hervorgebracht. Ausgebaut wird der Sauvignon Blanc vorwiegend sortenrein im Stahltank.

Insbesondere in wĂ€rmeren Anbaugebieten wird in BarriquefĂ€ssern ausbaut und dadurch Weine von vollem, aber mildem Geschmack zu erzeugen. Auch CuvĂ©e-Weine sind verfĂŒgbar, etwa mit SĂ©millon zu den berĂŒhmten Dessertweinen Sauternes mit Honignote gemischt. Die Regionen Bordelais, Sauternes und Barzac, in denen dank der hohen Feuchtigkeit der Traubenbefall mit Botrytis begĂŒnstigt wird, sind als SĂŒĂŸweingebiete bekannt.

Der Sauvignon Blanc im Geschmack

Das Geschmacksspektrum der Weine ist bemerkenswert abwechslungsreich und kann daher Vorlieben der unterschiedlichsten Weingenießer befriedigen. Die Weine sind in der Regel sehr aromatisch und sĂ€urebetont. Das Geschmacksprofil Ă€ndert sich je nach Anbaugebiet. Typisch sind markante grĂŒne Aromen von Stachelbeeren, grĂŒner Paprika, grĂŒnem Spargel, Gras und KrĂ€utern. Junge Weine sind von grĂŒnlicher FrĂ€bung und werden mit einiger Reifezeit gelblich. Auch leicht bittere oder pfeffrige Nuancen sowie mineralische, steinige Noten sind zu finden. In Weinen aus Neuseeland, Chile, Kalifornien und SĂŒdafrika ergĂ€nzen exotischere Aromen, etwa Maracuja, Ananas und ZitrusfrĂŒchte den erfrischenden Weincharakter. Auch an blumige Noten von Lilien, Akazien und Narzissen erinnern einige Weine.

Das einzigartige Aroma ist auf den erhöhten Gehalt an Pyrazinen, einer Gruppe Ă€therischer Öle, zurĂŒckzufĂŒhren. Frisch, lebhaft und vollmundig mit einer teilweise rassigen SĂ€urestruktur entfalten sich die Weine am Gaumen. Andere Weine mögen eher rauchig und nach Muskat schmecken. BerĂŒhmt ist der im Barrique ausgebaute FumĂ© Blanc, der von Robert Mondavi in den 1980er Jahren in den USA eingefĂŒhrt wurde und nach Ananas, Feigen, Melonen, Apfel und Grapefruit duftet. Barriqueweine können sehr komplex werden und lange altern. Erst nach ein bis zwei Jahren sind diese trinkreif. Weine aus Stahltanks sind in den ersten Jahren nach FlaschenabfĂŒllung zu genießen.

Dazu passt der Sauvignon Blanc

Der Sauvignon Blanc ist mit seiner aromatischen Vielfalt ein vielseitiger Essensbegleiter. Er passt ausgezeichnet zu Fisch und MeeresfrĂŒchten. Auch mit Pasta, vornehmlich mit sahnigen Soßen, ist er gut kombiniert. Folgend seien einige weitere Ideen zur richtigen Kombination der weißen Weine gelistet:

  • Zu Fleisch: Klassischerweise sind weiße Weine wie der Sauvignon Blanc nicht zu Fleisch zu servieren. Zu wĂŒrzigen Gerichten aus thailĂ€ndischer KĂŒche mit gebratenem Huhn, Pute oder Schweinefleisch beispielsweise lassen sich die aromatischen Weine doch gut kombinieren.
  • Zu Fisch und MeeresfrĂŒchte: Optimal passen die Weine des Sauvignon Blanc zu Fisch und Schalentieren. Die jungen, trockenen Varianten mit ihrer grĂŒnen Frische harmonieren mit Muscheln, MeeresfrĂŒchten und Sushi sowie fetthaltigeren Fischen wie Makrele. Im Barrique ausgebaute reifere Weine sind zu Hummer und Fisch mit reichen Sahnesaucen zu empfehlen.
  • Zu GemĂŒse: Die jungen, aromatisch grĂŒn duftenden Weine sind zu eben solchen grĂŒnen GemĂŒsen, etwa grĂŒner Paprika oder Spargel, anzureichen. Weine aus Neuseeland oder Chile passen auch zu schĂ€rferem GemĂŒse und Wurzeln wie Pastinaken, Fenchel oder SĂŒĂŸkartoffeln. Der FumĂ© Blanc mit seiner dezenten SĂŒĂŸe harmoniert hervorragend mit hellem Fleisch und gegrillten Maiskolben.
  • Zu KĂ€se: Sauvignons passen zu KĂ€se von der Ziege unterschiedlichster Art. Dabei ist bei der Auswahl zu jungem ZiegenkĂ€se eher ein junger, zu reiferem KĂ€se ein ebenso komplexerer Wein zu ratsam. Auch die Kombination von Sauternes und BlauschimmelkĂ€se, beispielsweise Roquefort, ist einmalig.
  • Zu SĂŒĂŸspeisen: Die sĂŒĂŸen Sauternes mit ihrer Honignote sind zu Leckereien wie Kuchen, Eis und Obstsalat ein Genuss. Vor allem in Kombination mit dezent sĂ€uerlichen oder bitteren Geschmackskomponente neben der SĂŒĂŸe, etwa Limette, Kaffee oder dunkler Schokolade, wirkt der Wein noch interessanter.
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Patrick
Essen und Trinken ist fĂŒr mich eine Passion. Ich zeige dir gerne wie du leckere Gerichte und den perfekten Drink zubereitest.

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